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Ökumenische Klinikseelsorge Kaufbeuren

Aktuelles 

Karfreitag und Ostern in der Thomaskirche

Die beiden großen Feiertage, Karfreitag und die Osternacht wurden ökumenisch gefeiert. Eine wunderschöne neue Osterkerze, gestaltet von Fr. Heiss wurde erstmalig entzündet. Und am Ostermontag konnten wir uns im Rahmen einer Eucharistiefeier mit den Emmausjüngern auf den Weg machen. 
Im Folgenden einige Eindrücke auf Fotos...







Notfallseelsorger:innen zu Besuch um NFZ (Notfallzentrum) Kaufbeuren

Unser Kollege, Marcel Rappold ist seit Anfang diesen Jahres Systemleiter für die Notfallseelsorge im Ostallgäu. Aus diesem Grund waren die Notfallseelsorger:innen kürzlich zu Besuch im Klinikum. Ein Mitglied des Teams, Herr Stefan Sörgel hat dazu folgende Zeilen geschrieben: 

Ein Unfall auf einer Straße irgendwo im Ostallgäu. Es ist später Abend, die Umgebung dunkel. Der Notarzt entscheidet – es gibt Beteiligte am Geschehen, die brauchen Hilfe. Keine Medizinische, sondern sie brauchen jemanden, der sie stabilisiert, der ihnen zuhört, der an der Seite ist. Der Mediziner informiert die Leitstelle in Kempten. Diese löst einen Alarm aus. Es machen sich ein oder zwei Ehrenamtliche auf den Weg. Sie sind bei der Krisenintervention einer Rettungsdienstorganisation oder bei der Notfallseelsorge der Kirche tätig. Es gibt auch für muslimische Glaubensangehörige eigene Notfallseelsorger. Die Betreuung am Unfallort, die Begleitung der Polizisten, die die Todesnachricht an die Angehörigen überbringen: Es sind Einsätze, die manchmal unter die Haut gehen. Einsätze, die auch für die Kit’ler und NFS’ler nicht einfach sind.
„Es ist gut, dass es euch gibt. Ihr leistet einen wertvollen Dienst“. So sagte es der Leitende Notarzt beim Notfallzentrum (NFZ) Kaufbeuren, Dr. Philipp Zimmermann. Dieses ist dem Klinikum Kaufbeuren angegliedert. Weil es im Einsatz wichtig ist, sich zu kennen, waren der Kriseninterventionsdienst und die Notfallseelsorge zu einem Besuch im Notfallzentrum eingeladen.
Dr. Zimmermann stellte die Notfallversorgung im Ostallgäu vor. Neben Kaufbeuren sind die Krankenhäuser in Füssen und Buchloe wichtige Bausteine im Notfall. Sie stehen mit ihrem Personal rund um die Uhr zur Verfügung. Dabei zeigte sich, dass die verschiedenen Stationen in den Kliniken eng mit dem NFZ verbunden sind. Er berichtete von einigen, seiner mittlerweile über 1000 Einsätze als Notarzt und die Gäste hörten dabei heraus, dass ihm die „seelische“ Betreuung der Menschen sehr wichtig ist. Am Einsatzort ist dann oft ein gutes Zusammenspiel von Rettungsdienst, Feuerwehr, Polizei und Krisenintervention.
Bei einem Rundgang durch das NFZ erläuterte er die einzelnen Bereiche in der Notaufnahme und alle Anwesenden waren von der Idee einer solchen Begegnung und eines Kennenlernens begeistert.
Der katholische Klinikseelsorger und Leiter der Notfallseelsorge im Ostallgäu, Marcel Rappold, führte noch zum Abschiedsraum und zur Kapelle. In diesen Räumen haben Angehörige einen Ort und Zeit für den Abschied und ein persönliches Gespräch.

Stefan Sörgel, Notfallseelsorge Ostallgäu



Sternenkinder Kaufbeuren

 Am Donnerstag, dem 29. Februar, findet die nächste Beisetzungsfeier für Sternenkinder statt: Kinder, die durch Früh- und Totgeburt gestorben sind und in der Sternenkinder-Grabstelle auf dem Waldfriedhof gemeinsam zur Ruhe gebettet werden.
Beginn ist im 13:00 Uhr in der Aussegnungshalle. Die Trauerfeier wird von einer Initiativgruppe unter Beteiligung der Klinikseelsorge gestaltet und möchte eine persönliche Verabschiedung ermöglichen.

Alle betroffenen Eltern und Angehörige, Geschwisterkinder und Freunde sind herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Matthias Mader

Mehr Infos, Texte, Links...  mehr Sternenkinder auf dieser Homepage siehe hier


Welttag der Kranken - 11.02.2024

„Kümmern wir uns um die, die leiden und allein sind!“ Dazu lädt Papst Franziskus in seiner Botschaft zum Welttag ein. Den ganzen Text finden Sie hier zum nachlesen oder nachhören. 

Matthias Mader hat anlässlich des Welttags der Kranken ein Gespräch mit Frau Anne Hirschbolz geführt. Sie ist gelernte Krankenschwester und arbeitet hauptberuflich in der Seniorenbetreuung. In dem kurzen Video sprechen die beiden über ihre Motivation  in der Thomaskirche am BKH Taizégebete musikalisch mitzugestalten und die Erfahrungen, die Anne Hirschbolz und ihre drei Mitstreiterinnen dabei machen.

Herzlichen Dank, Anne für Dein Engagement bei uns und auch für dieses Interview.


Das nächste Taizégebet findet am 14.03.2024 um 18.00 Uhr statt.



TRIALOG

bitte folgen Sie zu Informationen zum TRIALOG diesem Link

Taizèandacht im BKH - siehe hier


Hoffnungs- und Sternenzeit im Advent

 Heute am 01.12.2023 startet unsere „Hoffnungs- und Sternenzeit im Advent“.

Patient*innen / Bewohner*innen, Mitarbeitende und auch Gottesdienstbesucher*innen sind eingeladen einen Stern zu gestalten und hinten ihre Hoffnung, Sehnsucht oder auch einen Wunsch / eine Bitte aufzuschreiben.

Gestalten kann einfach heißen einen ausgelegten Stern (kommt von uns Seelsorger auf alle Stationen) auszuschneiden – es kann aber auch etwas aufwändiger ein Sternenmandala (Vorlagen werden auch geliefert) zu bemalen oder auch einen Stern ganz frei zu gestalten / falten / … Ein Hoffnungsstern wird er durch die persönlichen Zeilen hinten.

Das hohe Fenster links vom Kircheneingang wird über die ganze Adventszeit zu einem wachsenden Sternenhimmel werden. Zu einem Ort der Hoffnung hier bei uns im BKH. Alle eingehenden Sterne werden dort angebracht. Das Fenster wird durchgehend beleuchtet sein und kann immer wieder besucht werden.

Dazu bitte die fertigen Sterne entweder gesammelt an uns übergeben oder auch persönlich in den Sternenbriefkasten links neben der Kirche einwerfen.  Ein Sternen-Briefkasten ist direkt neben dem Fenster aufgestellt worden.

Weiter werden wir das Atem-holen am Dienstag als Hoffnungs- und Sternenzeit gestalten und die Sterne auch in die Gottesdienste am Wochenende einbeziehen.



Sternenhimmel im Wachsen - Hoffnungsort BKH









Kommunionhelfer:innen und im Klinikum

Seit August letzten Jahres sind die ehrenamtlichen Kommunionhelfer:innen wieder im Klinikum unterwegs. Sonntags bringen sie den Patient:innen, die dies möchten und nicht zum Gottesdienst in die Kapelle gehen können, die Hl. Kommunion ans Bett. Eine kleine Andacht, ein kurzes oder auch mal längeres Gespräch… - ganz individuell. Als hauptamtliche Klinikseelsorger:innen sind wir sehr froh und dankbar für diesen Dienst. In den regelmäßigen Treffen wird nicht nur der Dienstplan abgestimmt, sondern auch thematische Fragen erörtert und Erfahrungen ausgetauscht. Das Bild zeigt die gute Stimmung beim letzten Treffen Ende Mai im Haus St. Martin.



Sternenkinder - gemeinsame Trauerfeier

Am Donnerstag, 13. Juli, werden Kinder, die durch Früh- und Totgeburt gestorben sind, feierlich verabschiedet und bestattet.

Die gemeinsame Trauerfeier beginnt um 13 Uhr in der Aussegnungshalle auf dem Waldfriedhof Kaufbeuren. Alle betroffenen Eltern und Angehörige, Geschwisterkinder und Freunde sind herzlich eingeladen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Klinikseelsorge, Tel. 42-4543 (M. Mader).














Radioimpuls für RSA Allgäu am Sonntag, 25.06.2023

Wir weisen auf einen Radioimpuls von Jürgen Holzheu am kommenden Sonntag hin. In der Rubrik „Gedacht Gesagt“ bei RSA wird der Beitrag sonntags 2x ausgestrahlt – einmal um 09:15 Uhr und neu um 11:15 Uhr.
Es geht um ein wichtiges Fest zu ehren von gleich zwei Aposteln in der kommenden Woche - Petrus und Paulus, deren wir am 29. Juni gedenken.
Viel Spaß beim Radiohören!
Wer vorab schon mal reinhören möchte, kann das über den Link machen. (Achtung: die Datei öffnet sich nicht - sie wird per Klick downgeloadet und kann dann geöffnet und Abgespielt werden) 


Religiöse Angebote in der forensischen Klinik starten neu

Fast drei Jahre lang waren Gottesdienste und religilöse Gruppenangebote aufgrund der COVID-Prävention in der forensischen Klinik nur sehr eingeschränkt möglich. Ein Angebot für alle Stationen war ausgeschlossen. Nach dem Ende der Präventionsmaßnahmen hat sich das jetzt geändert.
So starten wir neu mit einem Angebot, das vor allem Patienten ohne Ausgangsstufen zugute kommt. Wöchentlich wird ein Gottesdienst im Wechsel mit Bibelbespräch angeboten. Letzten Donnerstag war der Start mit hoffnungsvoller Teilnehmerzahl - so viele, dass der (zugegeben ziemlich kleine Andachtsraum) zu wenig Plätze hatte und wir in einen anderen Raum ausweichen mussten.

Auf gehts in den Ausweichraum

Eine schöne Runde



BKH im neuen Gewand... Häkelsäule vor der Kunst

 

Eine Häkelarbeit der besonderen Sorte ziert seit Kurzem den Bereich vor der Kunsttherapie - eine gehäkelte und quietsch bunte Verhüllung einer alten Metallsäule. Ein schöner Blickfang! 












Runder Doppelgeburtstag im Team der Seelsorgenden

Innerhalb weniger Tage feierten Roswitha Kreutzer und Matthias Mader ihren 60. Geburtstag. In einer Teambesprechung wurde diesem schönen Ereignis bei Kaffee und Kuchen in der Cafeteria des Klinikums gedacht. Herzliche Glück- und Segenswünsche den beiden Geburtstagskindern und weiterhin viel Freude im Seelsorgedienst in BKH und Klinikum. 




Auszeichnung Ehrenamtliches Team der Klinikseelsorge am Kliniken OAL-KF und BKH (KF) 

Am 08.12.2022 wurde unser ökumenisches ehrenamtliches Klinikseelsorgeteam (Brigitte Bauer, Werner Blohm, Inge Blohm, Dieter Hillebrand, Ulrich Kratz, Joseph Knoll, Elisabeth Nieberle, Sabine Rose, Elisabeth Schliwsky, Sonja Sahin) mit dem Ehrenzeichen des Landkreises Ostallgäu ausgezeichnet. Die Verleihung dieser höchsten Auszeichnung, die der Landkreis Ostallgäu an Bürgerinnen und Bürger vergibt, die sich um den Landkreis in besonderer Weise verdient gemacht haben, fand in festlichem Rahmen durch Landrätin Maria Zinnecker im Landratsamt  Marktoberdorf  statt.

Geehrt wurde unser Team für seine ehrenamtliche Seelsorgetätigkeit: Jede Woche gehen die Teammitglieder für 2 bis 3 Stunden ins Klinikum oder ins BKH Kaufbeuren, besuchen auf der Station Patienten und stehen für Gespräche zur Verfügung. Mehr...

Sonja Sahin



Adventsfenster - besondere Andachten in der Adventszeit am Eingangsfenster der Thomaskirche






Ökumenische Nacht der Kirchen - Raum für Nachtschwärmer - Farbe, Licht, Segen - Impressionen aus der Thomaskirche am BKH


 






Eucharistiefeier im BKH mit Pfr. Thaddäus Posielek
Aus dem Bistum Eichstätt stammend ist Thaddäus Posielek seit kurzem in Ruhestand und lebt in Kaufbeuren. Wir sind sehr dankbar, ihn jetzt für die monatlichen Eucharistiefeiern in der BKH-Thomaskirche gewinnen zu können. Am Sonntag, 25. September, übernahm er erstmalig diesen Dienst und ging mit einfühlsamen, klaren Worten auf die vorgetragenen Schrifttexte ein. Am 23. Oktober wird er die nächste Eucharistiefeier in der Thomaskirche halten. Patientinnen und Patienten, Angehörige und alle, die sich gern in der Thomaskirche versammeln oder auch einfach mal vorbei schauen möchten, sind herzlich eingeladen! Ebenso zu den Wort-Gottes-Feiern, die an den übrigen Sonntagen immer um 9 Uhr als Gottesdienst angeboten werden.
Matthias Mader

Einführung von Wolfgang Eble als Seelsorger im BKH 

Pünktlich zum Dienstbeginn am 1. September wurde unser neuer Kollege Wolfgang Eble mit einem Gottesdienst im BKH eingeführt. W. Eble stammt aus der Umgebung von Kaufbeuren, studierte Theologie in Eichstätt und Augsburg und war von 2018 bis 2022 in der Ausbildung zum Pastoralreferent in der Pfarreiengemeinschaft Weilheim. Er verstärkt mit einer halben Stelle unser Seelsorgerteam, mit der anderen Hälfte ist er als Religionslehrer an der Staatl. Berufsschule Kaufbeuren tätig.

Die Klinikleitung war im Gottesdienst durch die Regionalleitung sowie die stellv. Ärztl. Direktorin vertreten. Auch die Klinikgemeinde und Freunde von W. Eble feierten den Gottesdienst mit, der durch das ökumenische Hauptamtlichen-Team geleitet und von zwei Kolleginnen musikalisch festlich umrahmt wurde.
Wir freuen uns, dass die Stelle von Margret Flick damit nachbesetzt werden konnte und wünschen Wolfgang auch an dieser Stelle Gottes reichen Segen, viel Freude und Erfüllung in seinem Dienst!
Das Bistum unterstützt die Einarbeitung mit einem Einführungskurs für Seelsorgende und den KSA-Kurs (das Kürzel steht für „Klinische Seelsorgeausbildung“) und ermöglicht eine personenzentrierte, praxisnahe Qualifizierung.

Matthias Mader, Leiter der Klinikseelsorge Kaufbeuren


Tage der Seelischen Gesundheit 

Gemeindepsychiatrischer Verbund (GPV) Kaufbeuren/Ostallgäu: 
 
Seelische Gesundheit ist für alle Menschen ein Thema, denn auch die Psyche kann vor
Erkrankungen geschützt werden. Wie das geht – darum geht es vom 10.-20. Oktober in der
Veranstaltungsreihe des Gemeindepsychiatrischen Verbundes Kaufbeuren/Ostallgäu (GPV).
Die Angebote richten sich an Interessierte, Fachleute, Betroffene und Angehörige. Alle
Veranstaltungen sind kostenlos
Termin: 10. - 20. Oktober 2022 in Kaufbeuren und im Landkreis Ostallgäu.


„Körper“ und „Seele“ sind nicht zu trennen, körperliche und psychische Prozesse beeinflussen
und bedingen sich wechselseitig. Krankschreibungen und Frühberentungen aufgrund
psychischer Probleme haben in den letzten 10 Jahren stark zugenommen. Allein die
Depression wird mittlerweile als Volkskrankheit bezeichnet. Während körperlichen
Beeinträchtigungen viel Aufmerksamkeit geschenkt wird, wird das Thema „psychische
Gesundheit“ nach wie vor eher stiefmütterlich behandelt. Es ist also längst Zeit, diesem
wesentlichen Bereich unserer Gesundheit mehr Raum zu verschaffen.

Verschiedene Akteure aus dem Bereich psychiatrischer und psychosozialer Hilfen laden bis
zum 20. Oktober ein, interessante Vorträge und Impulse zu hören und in spannenden
Workshops selbst aktiv zu werden. Das Themenspektrum reicht von Resilienz und
Achtsamkeit, Autismus, Selbsthilfe, dem Umgang mit Gefühlen und Trauerwegen bis hin zu
fachlichen Fragen wie der Bewältigung von Mediensucht. 


Die seelische Gesundheit von Kindern kommt eigens zur Sprache, etwa die Situation von
Kindern in Trennungssituationen. Kreative Angebote sind ebenfalls im Programm: Bewegung
und Tanz, Erfahrung von Klang und Rhythmus, eine Kunstausstellung zum Mitmachen u.a.m.
Das genaue Programm ist auf der Homepage des GPV zu finden: www.gpv-kaufbeurenostallgaeu.de
Manuela Weikmann, Koordinatorin des GPV freut sich, dass es gelungen ist ein so
facettenreiches Programm zusammenzustellen, das die Vielfalt der Hilfsangebote aufzeigt.
„Wir hoffen mit dieser Veranstaltungsreihe einen Beitrag zur Inklusion und Teilhabe aller
Menschen am gesellschaftlichen Leben zu leisten.“


Nähere Informationen im Büro der GPV-Koordination in Kaufbeuren:
Manuela Weikmann,
Koordinatorin GPV Kaufbeuren/Ostallgäu
Kemnater Str. 16, 87600 Kaufbeuren
Telefon: 08341 / 725150 oder 0151 / 679 50 503
E-Mail: manuela.weikmann@bezirk-schwaben.de 

www.gpv-kaufbeuren-ostallgaeu.de


Wie ein Schatten auf der Seele…

Mit diesem markanten Bild war der Vortrags- und Gesprächsabend zum Thema Depression überschrieben, der am 11. Mai im Haus St. Martin stattfand. Zu Beginn und als persönliche Annäherung an das Thema wurden Kurzberichte vorgetragen, in denen betroffene Frauen und Männer das leidvolle Erleben sehr dicht zur Sprache bringen. Dabei greifen sie selbst immer wieder auf Bilder zurück, um das schwer fassliche Geschehen für andere nachvollziehbarer zu machen. Depression ist eine Krankheit, die die Betroffenen im Höchstmaß belastet. Stützende Beziehungen und Ressourcen wie etwa auch der Glaube verlieren bei schweren Verläufen ihre unmittelbar tragende Kraft und sind doch für den heilsamen Umgang mit dieser Krankheit wichtig. Der/die Erkrankte ist in den tiefsten Phasen der Depression im wahrsten Sinne des Wortes untröstlich. Unterstützende Begleitung und Zuspruch sollten daher behutsam und leidsensibel erfolgen und damit rechnen, dass ein Aushalten und Mitgehen existentiell wichtig sein kann, aber nicht zu einer schnellen Besserung führt.
In zwei Vorträgen wurde dem Krankheitsphänomen mit all seinen individuellen Ausdrucksformen nachgegangen und Hilfemöglichkeiten aufgezeigt. Mehr...

 



Hell brennt ein Licht…

Zum Osterfest konnten wir in beiden Krankenhäusern die neuen Osterkerzen entzünden. Sie sehen sie hier auf den Fotos: Die Osterkerze für die Kapelle im Klinikum wurde von Adelinde Scholz gestaltet, die Osterkerze für die Thomaskirche im Bezirkskrankenhaus von Ingrid Heiss-Rupp. Beide leisten diesen schönen Dienst seit vielen Jahren und so möchten wir uns seitens der Klinikseelsorge auch noch einmal in diesem Rahmen ganz herzlich bei ihnen bedanken!

In der Osternachtfeier in St. Martin wurde eine der beiden Kerzen zusammen mit der Kerze von St. Martin am Osterfeuer entzündet und feierlich in die zunächst ganz dunkle Kirche hineingetragen. So kam in sehr anschaulicher Weise zum Ausdruck, dass die Anliegen der Menschen in den Krankenhäusern von den Pfarreien mitgetragen werden und Christus den Kranken in besonderer Weise nahe ist. Gerade Patientinnen und Patienten müssen oft dunkle Stunden durchstehen, bis wieder ein Licht am Horizont erscheint. Die brennende Osterkerze lässt etwas von der Hoffnung aufscheinen, die Gott uns ins Herz legt. „Hell brennt ein Licht…“ – so beginnt ein österlicher Gesang aus Taizé...

Nach wie vor ist pandemiebedingt die Kapelle im Klinikum von außen nicht frei zugänglich, also weiterhin nur von Patientinnen und Patienten, Mitarbeitenden und Angehörigen (i.R. der eingeschränkten Besuchsregeln) aufsuchbar.

Die Thomaskirche im BKH hat weiterhin ein beschränktes Platzangebot; an den Gottesdiensten am Dienstag um 17 Uhr (Andacht), Samstag um 9:30 Uhr (evangelisch) und Sonntag 9:00 Uhr (katholisch) können aber auch Externe teilnehmen, weil die Kirche auf dem Gelände separat steht, mit eigenem Zugang.
Ihnen allen im Namen des Teams eine gesegnete, lichtvolle Osterzeit!

Matthias Mader




Am Ende unseres Friedensgebetes entstand dieses licht- und hoffnungsvolle Bild.


Vater, segne und behüte die Menschen in der Ukraine - alle die das Land verlassen mussten und sich um Väter, Söhne , Freunde oder Arbeitskollegen sorgen.
Sei nahe allen, die sich für Frieden einsetzen. Besonders den Russinnen und Russen, die sich trotz vieler Risiken auf die Straße trauen oder unerwünschte Kritik äußern.
Jesus, Friedefürst erbarme Dich Unser!


Sternenkinder - in Kaufbeuren 

Am 18. November fand um 13 Uhr auf dem Waldfriedhof in Kaufbeuren wieder eine Beisetzungsfeier für „Sternenkinder“ statt. Dieser Name ist in vielen Städten zu einer trostvollen Bezeichnung für fehl- und totgeborene Kinder geworden. Und es stimmt ja auch: wir dürfen von Herzen glauben und hoffen, dass sie bei Gott liebevoll geborgen sind.

Auf dem Waldfriedhof gibt es ein eigens eingerichtetes Grabfeld, frei zugänglich und mit einer Stele geschmückt, die folgende Inschrift trägt: „Es geschieht, dass eine kleine Seele die Erde nur streift. Ihr Ankommen und Gehen fallen in eins. Ihr kurzes Verweilen ist nicht umsonst, denn sie verändert die Erde.“

Dreimal im Jahr wird eine solche Abschiedsfeier ausgerichtet (die nächste am 24.03.2022), über die Medien dazu eingeladen. Eltern, Geschwisterkinder, Freunde… - wer kommen mag und wen er oder sie mitbringen mag, ist jeder Familie freigestellt. Eine Teilnahme geschieht generell ohne Anmeldung, weil es ein wirklich niedrigschwelliges Angebot sein soll, manche Betroffene wohl auch am Tag selbst noch für sich prüfen, ob sie diesen Abschiedsschritt wirklich gehen möchten und können.  

Wohlklingende Musik, Textimpulse, Segensworte und die Möglichkeit, zeichenhaft noch einmal die besondere Beziehung zu diesem Kind auszudrücken – die Vorbereitungsgruppe bereitet diese Feier jedes Mal mit Bedacht und Umsicht vor. Selber betroffene Eltern, pflegerisch und seelsorglich Tätige, Trauerbegleiter und andere Engagierte tragen diese Initiative schon seit vielen Jahren.

Am 18. November stand das Symbol der Muschel im Mittelpunkt. Sie ist ja ein kleines Wunder und jede einzelne die geheimnisvolle Spur eines Lebewesens, das aus der Weite des Meeres stammt. Zerbrechlich zwar, aber auch der Raum, wo eine Perle zum Vorschein kommt. Von diesem weiten Horizont, in dem Gott unser Leben auffängt, stärker als der Tod, sind die Sternenkinder umfangen. Und mit ihnen die trauernden Familien und Freunde. Wünschen wir Ihnen auch über diese Feier hinaus Trost und Hoffnungskraft.

Matthias Mader

Siehe auch Sternenkinder Kaufbeuren 


Neue Anfangszeit für den katholischen Sonntagsgottesdienst im BKH

Mit dem Beginn des neuen Kirchenjahres am 1. Advent beginnen die katholischen Gottesdienste in der Thomaskirche des Bezirksklinikums am Sonntag um 9.00 Uhr!

Wir möchten damit eine patient*innen- und stationsfreundlichere Zeit anbieten.

Quelle: pixabay.com


Ab dem 28.11.2021 - eine halbe Stunde später für einen entspannteren Start in den Sonntag.

Wir freuen uns auf SIE!





Allerseelen Di. 02.11. 2021 17.00 Uhr - Atem holen mit Gedenkfeier für Verstorbene
















Gedenkgottesdienst für die Verstorbenen der Palliativstation im Klinikum

„Von guten Mächten wunderbar geborgen …“ Dieses tröstliche Lied nach einem Gebet von Dietrich Bonhoeffer darf beim Gedenkgottesdienst für die Verstorbenen der Palliativstation nicht fehlen. Mitte September luden die Mitarbeitenden dieser Station im Klinikum die Angehörigen ein, noch einmal zusammen zu kommen und sich in Gebet, Wort und Musik gegenseitig in der Trauer zu bestärken. Das Verlesen der Namen und das Entzünden von Lichtern gab dem individuellen Gedenken Raum und ist auch für die Mitarbeitenden ein wichtiger Moment der Erinnerung. Mehr...


 

 Besuch beim ehemaligen Klinikseelsorger am BKH - Pfarrer Hagenauer

"Seelsorge ist die Muttersprache der Kirche", so hat es einmal eine Theologin formuliert. Einer, der diese Ursprache der Kirche meisterlich zu sprechen versteht, ist Pfarrer Anton Hagenauer, der Ende Juni seinen 92. Geburtstag feiern konnte. Unser neuer Klinikseelsorger Matthias Mader besuchte seinen Vorgänger in der Klinikseelsorge und tauschte sich mit ihm über die Erfahrungen in der Seelsorge aus. In Bad Wurzach traf Matthias Mader auch die Pfarrhausfrau von Pfarrer Hagenauer, Johanna Jäger.

Herzlich laden wir Sie ein, hier mehr über diesen Besuch und die Erlebnisse von Pfarrer Hagenauer zu lesen!

Woche für das Leben vom 17. bis 24. April

"Leben im Sterben"

Seit vielen Jahren laden die evangelische und die katholische Kirche Deutschlands im Frühjahr zu einer „Woche für das Leben“ ein. Fragen und Erfahrungen rund um den Schutz des Lebens und seiner Würde werden in der Öffentlichkeit thematisiert – sei es durch Vorträge, Diskussionsrunden, Gottesdienste, Ausstellungen und künstlerische Aktionen. Die diesjährige bundesweite Woche für das Leben "Leben im Sterben" wird mit einem Gottesdienst im Augsburger Dom am Samstag, 17. April um 10:30 Uhr eröffnet. 

Mehr dazu unter www.woche-fuer-das-leben.de Auf dieser Seite finden Sie auch viele weitere Anregungen zu einem Thema, das uns früher oder später alle angeht – wozu es heute aber auch viele Hilfen und Unterstützungsmöglichkeiten gibt!

Klinikseelsorger Matthias Mader

Einen ausführlichen Beitrag von Matthias Mader zu dieser besonderen Woche finden Sie hier.