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Ökumenische Klinikseelsorge Kaufbeuren

Aktuelles - Infos aus den Häusern - Infos aus der Seelsorge


Tage der Seelischen Gesundheit 

Gemeindepsychiatrischer Verbund (GPV) Kaufbeuren/Ostallgäu: 
 
Seelische Gesundheit ist für alle Menschen ein Thema, denn auch die Psyche kann vor
Erkrankungen geschützt werden. Wie das geht – darum geht es vom 10.-20. Oktober in der
Veranstaltungsreihe des Gemeindepsychiatrischen Verbundes Kaufbeuren/Ostallgäu (GPV).
Die Angebote richten sich an Interessierte, Fachleute, Betroffene und Angehörige. Alle
Veranstaltungen sind kostenlos
Termin: 10. - 20. Oktober 2022 in Kaufbeuren und im Landkreis Ostallgäu.


„Körper“ und „Seele“ sind nicht zu trennen, körperliche und psychische Prozesse beeinflussen
und bedingen sich wechselseitig. Krankschreibungen und Frühberentungen aufgrund
psychischer Probleme haben in den letzten 10 Jahren stark zugenommen. Allein die
Depression wird mittlerweile als Volkskrankheit bezeichnet. Während körperlichen
Beeinträchtigungen viel Aufmerksamkeit geschenkt wird, wird das Thema „psychische
Gesundheit“ nach wie vor eher stiefmütterlich behandelt. Es ist also längst Zeit, diesem
wesentlichen Bereich unserer Gesundheit mehr Raum zu verschaffen.


Verschiedene Akteure aus dem Bereich psychiatrischer und psychosozialer Hilfen laden bis
zum 20. Oktober ein, interessante Vorträge und Impulse zu hören und in spannenden
Workshops selbst aktiv zu werden. Das Themenspektrum reicht von Resilienz und
Achtsamkeit, Autismus, Selbsthilfe, dem Umgang mit Gefühlen und Trauerwegen bis hin zu
fachlichen Fragen wie der Bewältigung von Mediensucht.


Die seelische Gesundheit von Kindern kommt eigens zur Sprache, etwa die Situation von
Kindern in Trennungssituationen. Kreative Angebote sind ebenfalls im Programm: Bewegung
und Tanz, Erfahrung von Klang und Rhythmus, eine Kunstausstellung zum Mitmachen u.a.m.
Das genaue Programm ist auf der Homepage des GPV zu finden: www.gpv-kaufbeurenostallgaeu.de
Manuela Weikmann, Koordinatorin des GPV freut sich, dass es gelungen ist ein so
facettenreiches Programm zusammenzustellen, das die Vielfalt der Hilfsangebote aufzeigt.
„Wir hoffen mit dieser Veranstaltungsreihe einen Beitrag zur Inklusion und Teilhabe aller
Menschen am gesellschaftlichen Leben zu leisten.“


Der gemeindepsychiatrische Verbund ist ein Zusammenschluss von Dienstleistern und
Leistungsträgern aus dem Bereich der psychiatrischen Versorgung unter Beteiligung von
Menschen mit Psychiatrieerfahrung sowie Angehörigen von Betroffenen.
Ziel des GPV ist es, bedarfsgerechte Hilfen für die Betroffenen sicherzustellen.
Der Vernetzung der vorhandenen Angebote kommt dabei eine besondere Bedeutung zu.


Nähere Informationen im Büro der GPV-Koordination in Kaufbeuren:
Manuela Weikmann,
Koordinatorin GPV Kaufbeuren/Ostallgäu
Kemnater Str. 16, 87600 Kaufbeuren
Telefon: 08341 / 725150 oder 0151 / 679 50 503
E-Mail: manuela.weikmann@bezirk-schwaben.de 

www.gpv-kaufbeuren-ostallgaeu.de


Wie ein Schatten auf der Seele…

Mit diesem markanten Bild war der Vortrags- und Gesprächsabend zum Thema Depression überschrieben, der am 11. Mai im Haus St. Martin stattfand. Zu Beginn und als persönliche Annäherung an das Thema wurden Kurzberichte vorgetragen, in denen betroffene Frauen und Männer das leidvolle Erleben sehr dicht zur Sprache bringen. Dabei greifen sie selbst immer wieder auf Bilder zurück, um das schwer fassliche Geschehen für andere nachvollziehbarer zu machen. Depression ist eine Krankheit, die die Betroffenen im Höchstmaß belastet. Stützende Beziehungen und Ressourcen wie etwa auch der Glaube verlieren bei schweren Verläufen ihre unmittelbar tragende Kraft und sind doch für den heilsamen Umgang mit dieser Krankheit wichtig. Der/die Erkrankte ist in den tiefsten Phasen der Depression im wahrsten Sinne des Wortes untröstlich. Unterstützende Begleitung und Zuspruch sollten daher behutsam und leidsensibel erfolgen und damit rechnen, dass ein Aushalten und Mitgehen existentiell wichtig sein kann, aber nicht zu einer schnellen Besserung führt.
In zwei Vorträgen wurde dem Krankheitsphänomen mit all seinen individuellen Ausdrucksformen nachgegangen und Hilfemöglichkeiten aufgezeigt. Mehr...

 



Hell brennt ein Licht…

Zum Osterfest konnten wir in beiden Krankenhäusern die neuen Osterkerzen entzünden. Sie sehen sie hier auf den Fotos: Die Osterkerze für die Kapelle im Klinikum wurde von Adelinde Scholz gestaltet, die Osterkerze für die Thomaskirche im Bezirkskrankenhaus von Ingrid Heiss-Rupp. Beide leisten diesen schönen Dienst seit vielen Jahren und so möchten wir uns seitens der Klinikseelsorge auch noch einmal in diesem Rahmen ganz herzlich bei ihnen bedanken!

In der Osternachtfeier in St. Martin wurde eine der beiden Kerzen zusammen mit der Kerze von St. Martin am Osterfeuer entzündet und feierlich in die zunächst ganz dunkle Kirche hineingetragen. So kam in sehr anschaulicher Weise zum Ausdruck, dass die Anliegen der Menschen in den Krankenhäusern von den Pfarreien mitgetragen werden und Christus den Kranken in besonderer Weise nahe ist. Gerade Patientinnen und Patienten müssen oft dunkle Stunden durchstehen, bis wieder ein Licht am Horizont erscheint. Die brennende Osterkerze lässt etwas von der Hoffnung aufscheinen, die Gott uns ins Herz legt. „Hell brennt ein Licht…“ – so beginnt ein österlicher Gesang aus Taizé...

Nach wie vor ist pandemiebedingt die Kapelle im Klinikum von außen nicht frei zugänglich, also weiterhin nur von Patientinnen und Patienten, Mitarbeitenden und Angehörigen (i.R. der eingeschränkten Besuchsregeln) aufsuchbar.

Die Thomaskirche im BKH hat weiterhin ein beschränktes Platzangebot; an den Gottesdiensten am Dienstag um 17 Uhr (Andacht), Samstag um 9:30 Uhr (evangelisch) und Sonntag 9:00 Uhr (katholisch) können aber auch Externe teilnehmen, weil die Kirche auf dem Gelände separat steht, mit eigenem Zugang.
Ihnen allen im Namen des Teams eine gesegnete, lichtvolle Osterzeit!

Matthias Mader




Am Ende unseres Friedensgebetes entstand dieses licht- und hoffnungsvolle Bild.


Vater, segne und behüte die Menschen in der Ukraine - alle die das Land verlassen mussten und sich um Väter, Söhne , Freunde oder Arbeitskollegen sorgen.
Sei nahe allen, die sich für Frieden einsetzen. Besonders den Russinnen und Russen, die sich trotz vieler Risiken auf die Straße trauen oder unerwünschte Kritik äußern.
Jesus, Friedefürst erbarme Dich Unser!


Sternenkinder - in Kaufbeuren 

Am 18. November fand um 13 Uhr auf dem Waldfriedhof in Kaufbeuren wieder eine Beisetzungsfeier für „Sternenkinder“ statt. Dieser Name ist in vielen Städten zu einer trostvollen Bezeichnung für fehl- und totgeborene Kinder geworden. Und es stimmt ja auch: wir dürfen von Herzen glauben und hoffen, dass sie bei Gott liebevoll geborgen sind.

Auf dem Waldfriedhof gibt es ein eigens eingerichtetes Grabfeld, frei zugänglich und mit einer Stele geschmückt, die folgende Inschrift trägt: „Es geschieht, dass eine kleine Seele die Erde nur streift. Ihr Ankommen und Gehen fallen in eins. Ihr kurzes Verweilen ist nicht umsonst, denn sie verändert die Erde.“

Dreimal im Jahr wird eine solche Abschiedsfeier ausgerichtet (die nächste am 24.03.2022), über die Medien dazu eingeladen. Eltern, Geschwisterkinder, Freunde… - wer kommen mag und wen er oder sie mitbringen mag, ist jeder Familie freigestellt. Eine Teilnahme geschieht generell ohne Anmeldung, weil es ein wirklich niedrigschwelliges Angebot sein soll, manche Betroffene wohl auch am Tag selbst noch für sich prüfen, ob sie diesen Abschiedsschritt wirklich gehen möchten und können.  

Wohlklingende Musik, Textimpulse, Segensworte und die Möglichkeit, zeichenhaft noch einmal die besondere Beziehung zu diesem Kind auszudrücken – die Vorbereitungsgruppe bereitet diese Feier jedes Mal mit Bedacht und Umsicht vor. Selber betroffene Eltern, pflegerisch und seelsorglich Tätige, Trauerbegleiter und andere Engagierte tragen diese Initiative schon seit vielen Jahren.

Am 18. November stand das Symbol der Muschel im Mittelpunkt. Sie ist ja ein kleines Wunder und jede einzelne die geheimnisvolle Spur eines Lebewesens, das aus der Weite des Meeres stammt. Zerbrechlich zwar, aber auch der Raum, wo eine Perle zum Vorschein kommt. Von diesem weiten Horizont, in dem Gott unser Leben auffängt, stärker als der Tod, sind die Sternenkinder umfangen. Und mit ihnen die trauernden Familien und Freunde. Wünschen wir Ihnen auch über diese Feier hinaus Trost und Hoffnungskraft.

Matthias Mader

Siehe auch Sternenkinder Kaufbeuren 


Neue Anfangszeit für den katholischen Sonntagsgottesdienst im BKH

Mit dem Beginn des neuen Kirchenjahres am 1. Advent beginnen die katholischen Gottesdienste in der Thomaskirche des Bezirksklinikums am Sonntag um 9.00 Uhr!

Wir möchten damit eine patient*innen- und stationsfreundlichere Zeit anbieten.

Quelle: pixabay.com


Ab dem 28.11.2021 - eine halbe Stunde später für einen entspannteren Start in den Sonntag.

Wir freuen uns auf SIE!





Allerseelen Di. 02.11. 2021 17.00 Uhr - Atem holen mit Gedenkfeier für Verstorbene
















Gedenkgottesdienst für die Verstorbenen der Palliativstation im Klinikum

„Von guten Mächten wunderbar geborgen …“ Dieses tröstliche Lied nach einem Gebet von Dietrich Bonhoeffer darf beim Gedenkgottesdienst für die Verstorbenen der Palliativstation nicht fehlen. Mitte September luden die Mitarbeitenden dieser Station im Klinikum die Angehörigen ein, noch einmal zusammen zu kommen und sich in Gebet, Wort und Musik gegenseitig in der Trauer zu bestärken. Das Verlesen der Namen und das Entzünden von Lichtern gab dem individuellen Gedenken Raum und ist auch für die Mitarbeitenden ein wichtiger Moment der Erinnerung. Mehr...


 

 Besuch beim ehemaligen Klinikseelsorger am BKH - Pfarrer Hagenauer

"Seelsorge ist die Muttersprache der Kirche", so hat es einmal eine Theologin formuliert. Einer, der diese Ursprache der Kirche meisterlich zu sprechen versteht, ist Pfarrer Anton Hagenauer, der Ende Juni seinen 92. Geburtstag feiern konnte. Unser neuer Klinikseelsorger Matthias Mader besuchte seinen Vorgänger in der Klinikseelsorge und tauschte sich mit ihm über die Erfahrungen in der Seelsorge aus. In Bad Wurzach traf Matthias Mader auch die Pfarrhausfrau von Pfarrer Hagenauer, Johanna Jäger.

Herzlich laden wir Sie ein, hier mehr über diesen Besuch und die Erlebnisse von Pfarrer Hagenauer zu lesen!

Woche für das Leben vom 17. bis 24. April

"Leben im Sterben"

Seit vielen Jahren laden die evangelische und die katholische Kirche Deutschlands im Frühjahr zu einer „Woche für das Leben“ ein. Fragen und Erfahrungen rund um den Schutz des Lebens und seiner Würde werden in der Öffentlichkeit thematisiert – sei es durch Vorträge, Diskussionsrunden, Gottesdienste, Ausstellungen und künstlerische Aktionen. Die diesjährige bundesweite Woche für das Leben "Leben im Sterben" wird mit einem Gottesdienst im Augsburger Dom am Samstag, 17. April um 10:30 Uhr eröffnet. 

Mehr dazu unter www.woche-fuer-das-leben.de Auf dieser Seite finden Sie auch viele weitere Anregungen zu einem Thema, das uns früher oder später alle angeht – wozu es heute aber auch viele Hilfen und Unterstützungsmöglichkeiten gibt!

Klinikseelsorger Matthias Mader

Einen ausführlichen Beitrag von Matthias Mader zu dieser besonderen Woche finden Sie hier.